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10.02.2015
BZgA begrüßt positive Entwicklung: Alkoholintoxikationen bei Jugendlichen rückläufig - Präventionsmaßnahmen zeigen Wirkung

 

Köln, 10. Februar 2015. Eine positive Entwicklung zeigen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Kindern und Jugendlichen, die mit der Diagnose akuter Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt worden sind. Im Jahr 2013 wurden bundesweit 23.267 junge Menschen im Alter von 10 bis 19 Jahren aufgrund eines akuten Alkoholrausches stationär im Krankenhaus behandelt. Dies entspricht insgesamt einem Rückgang um 12,8 Prozent gegenüber 2012. Bei den 10- bis 14-Jährigen wurden 3.225 Fälle registriert, bei den 15- bis 19-Jährigen 20.042 Fälle.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) begrüßt die Entwicklung: „Die Zahlen stimmen positiv und zeigen, dass Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise die BZgA-Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ Jugendliche erreichen und Wirkung zeigen. Junge Menschen trinken heute seltener Alkohol als früher, das Einstiegsalter und erste Rauscherfahrungen verlagern sich nach hinten. Die rückläufigen Zahlen von Krankenhausaufenthalten aufgrund akuter Alkoholintoxikationen bestätigen den Trend, dass Jugendliche sich zunehmend verantwortungsbewusster im Umgang mit Alkohol verhalten.“

Die Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass bundesweit insgesamt mehr männliche (13.593) als weibliche Jugendliche (9.674) betroffen sind. Bei der Betrachtung der Behandlungszahlen der Erwachsenen zeigen sich in bestimmten Altersgruppen hingegen Anstiege bei den Alkoholintoxikationen. Mit 25.894 Fällen treten Alkoholintoxikationen in der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen am häufigsten auf. Diese Daten belegen, dass die Risiken, die von einem unkritischen Alkoholkonsum ausgehen, in der Gesellschaft immer noch deutlich unterschätzt werden. Alkohol ist das in der Bevölkerung am weitesten verbreitete Suchtmittel.

„Trotz der erfreulichen Entwicklung bei jungen Menschen bleibt die absolute Zahl der aufgrund eines Alkoholrausches behandelten Personen nach wie vor besorgniserregend hoch. Eine Alkoholintoxikation kann gravierende gesundheitliche Folgen haben. Jeder Fall ist deshalb ein Fall zu viel und Ansporn für uns, die Präventionsbemühungen intensiv fortzuführen“, betont Dr. Thaiss weiter.

Eine Übersicht mit ausgewählten Ergebnissen der BZgA-Studie „Der Alkoholkonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland 2012“ finden Sie unter: www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/

Die BZgA-Kampagne „Alkohol? Kenn Dein Limit.“ richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und wird unterstützt vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV). Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter: www.kenn-dein-limit.info

Die Zielgruppe der Erwachsenen informiert die BZgA im Rahmen der Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ auf www.kenn-dein-limit.de umfassend rund um das Thema Alkohol.

(Diese Pressemitteilung können Sie als PDF-Datei herunterladen.)

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