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Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs

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Heft 2-2015: Sexualisierte Gewalt - Forum Sexualaufklärung

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Titel

Heft 2-2015: Sexualisierte Gewalt - Forum Sexualaufklärung

Bestellnummer
13329227

Schutzgebühr
keine

Inhalt/Abstract

Dieses FORUM widmet sich dem Thema Prävention sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend. Dem Ausdruck »sexualisiert« statt »sexuell«, den wir im Titel gewählt haben, liegt die Auffassung zugrunde, dass es bei den Delikten weniger um das Ausleben von sexuellen Bedürfnissen als viel mehr um die Ausübung von Macht geht. Das Verständnis und die Verwendung dieser Fachbegriffe diskutieren Anja Henningsen und Ursula Schele, die zu gleich die professionellen Ansätze der Sexualpädagogik und der Gewaltprävention in einem Dialog transparent machen. Sie loten das Verbindende aus, räumen mit Vorurteilen auf und nennen übereinstimmend die Etablierung offener Gesprächskulturen und die Persönlichkeitsstärkung von Kindern und Jugendlichen als wichtige Elemente ihrer präventiven Arbeit.

Aufklärung, Information, Fortbildung und Vernetzung sind Ziele der bundesweiten Initiative »Trau dich!« der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Sie begegnet sexuellem Missbrauch präventiv und wird dabei von lokalen Fachkräften und Kooperationspartnern auf kommunaler wie auf Landesebene unterstützt. Zu »Trau dich!« liegen nun die Ergebnisse der Evaluation vor.

Dem Evaluationsbericht folgen grundsätzliche Überlegungen zum Präventionsverständnis im Bereich sexualisierte Gewalt und eine Teilauswertung der aktuellen Studie zur Jugendsexualität der BZgA. Die Psychologin und Psychotherapeutin Sibylle Rothkegel hat sich im Rahmen einer Studie mit den Umständen befasst, unter denen sich Betroffene offenbaren. Sie fragt, welche Reaktionen und Kommunikationsbedingungen als förderlich und hilfreich erlebt wurden und was hieraus gelernt werden kann.

Der Schutz von Menschen mit Behinderung vor sexuellem Missbrauch beschäftigt uns ebenso wie die Frage, wie sexualisierte Gewalt im schulischen Umfeld verhindert werden kann. Christian Böhm und Beate Proll skizzieren die erforderlichen Kompetenzen und definieren konkrete Schritte im Rahmen von Schutzkonzepten.

In seinem abschließenden Beitrag formuliert der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs es als dringende Aufgabe der kommenden Jahre, einen gesellschaftlichen Konsens und eine größere Handlungsbereitschaft für eine verbesserte Prävention von sexueller Gewalt an Kindern zu schaffen.