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Pressemitteilungen

06.07.2016
LIEBESLEBEN beim Deutschen STI-Kongress in Berlin

BZgA stellt Studienergebnisse und aktuelle Präventionskampagne vor

Köln, 06. Juli 2016. Vom 06. bis 09. Juli 2016 findet der Deutsche STI-Kongress in Berlin statt. Bei der größten und vielseitigsten Tagung zu sexueller Gesundheit und zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) im deutschsprachigen Raum werden über 500 Fachleute und Interessierte aus medizinischer Versorgung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erwartet. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt im Rahmen der Veranstaltung ihre aktuelle Präventionskampagne LIEBESLEBEN sowie begleitende Präventionsmaßnahmen vor.

In vielen Ländern Europas - so auch in Deutschland - steigt die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen. Zu den Betroffenen zählen verschiedenste Bevölkerungsgruppen. Während Männer, die Sex mit Männern haben, sich überproportional häufig mit Syphilis infizieren, ist die Chlamydien-Infektion vor allem unter jungen Frauen und Männern weit verbreitet. Das gleiche gilt für die Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV): Die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich früher oder später in ihrem Leben mit HPV. Meist heilt die Infektion aus, doch nicht immer ist dies der Fall. Dann kann die HPV-Infektion bei Frauen zu einem Hauptauslöser für Gebärmutterhalskrebs werden. Aktuell erkranken in Deutschland jährlich etwa 4.300 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Eine Impfung kann die Entwicklung von Krebsvorstufen am Gebärmutterhals verhindern, indem sie vor den häufigsten Hochrisiko-Papillomviren schützt.

Anlässlich des STI-Kongresses erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: „Laut aktuellen Studienergebnissen der BZgA ist das Wissen zu STI in Deutschland nach wie vor unzureichend. Kenntnisse darüber sind aber notwendig, damit Menschen sich schützen, Symptome von STI richtig deuten und bei Verdacht auf eine Ansteckung ärztliche Beratung aufsuchen können. Deshalb setzt LIEBESLEBEN - die BZgA-Kampagne zur HIV/STI-Prävention - auf Aufklärung und Information und unterstützt Menschen darin, dass sie ohne Scham und Stigmatisierung über dieses sensible Thema sprechen können.“

Die Repräsentativuntersuchung der BZgA „AIDS im öffentlichen Bewusstsein“ zeigt, dass das Wissen der Allgemeinbevölkerung zu sexuell übertragbaren Infektionen immer noch niedrig ist. Die Bekanntheit der gerade unter jungen Frauen und Männern verbreiteten Chlamydien-Infektion liegt bei den über 16-jährigen Frauen bei 54 Prozent und bei den gleichaltrigen Männern bei 38 Prozent. HPV-Infektionen sind noch weniger bekannt. Auch im Hinblick auf die Symptome von STI existieren erhebliche Wissenslücken. Nur 43 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer wissen, dass man beispielsweise am Juckreiz eine STI erkennen kann. Ein Drittel der Befragten kann überhaupt keine Symptome benennen.

Neben der allgemeinen Aufklärung durch die öffentlichkeitswirksame Kampagne LIEBESLEBEN setzt die BZgA auf zielgruppenspezifische Angebote, um beispielsweise eine bewusste Entscheidung für eine Impfung gegen HPV zu ermöglichen oder die Inanspruchnahme des für junge Frauen kostenlosen Chlamydien-Screenings zu fördern. „Dabei sind Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtung eine wichtige Anlaufstelle für unsere Zielgruppen und die Entwicklung von spezifischen Materialien für die ärztliche Praxis nimmt einen zunehmend großen Stellenwert in unserer Arbeit ein“, so Dr. Heidrun Thaiss.   

Informationen und ein offener Umgang mit dem Thema sind wesentliche Voraussetzungen für die Prävention von sexuell übertragbaren Infektionen. Das ist auch die Grundlage der nationalen BZgA-Präventionskampagne LIEBESLEBEN, welche im Mai 2016 veröffentlicht wurde und mit einem breiten Informationsangebot die unterschiedlichen Zielgruppen anspricht. Die Kampagne wird vom Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV) unterstützt.

(Diese Pressemitteilung können Sie als PDF-Datei herunterladen)

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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.