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„Informationskarte Verfügungen“ – Neues Angebot von BZgA und Deutschem Hausärzteverband zur Patientenverfügung

Zweite Ausgabe des Patientenmagazins „entscheiden. DAS MAGAZIN ZUR ORGAN- UND GEWEBESPENDE“ liegt vor

Berlin/Köln, 04. Dezember 2019. Zum zweiten Mal erscheint das Patientenmagazin „entscheiden. DAS MAGAZIN ZUR ORGAN- UND GEWEBESPENDE“, das die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Hausärzteverband e.V. gemeinsam herausgeben. Einen Schwerpunkt der neuen Ausgabe, die ab Ende Dezember in vielen Wartezimmern von Hausarztpraxen bereit liegt, stellt das Thema „Organspende und Patientenverfügung“ dar.

Beim Thema Organspende und Patientenverfügung herrscht häufig Unsicherheit. Wer seine Vorstellungen in einer Patientenverfügung dokumentiert, sichert die Umsetzung des eigenen Willens nach dem Tod, entlastet seine Nächsten und gibt dem Klinikpersonal deutliche Orientierung. Oft sind Patientenverfügungen aber unkonkret formuliert. Wer eine Patientenverfügung erstellen möchte, sollte zum Beispiel über seine Organspendebereitschaft nachdenken und seine Entscheidung auch darin dokumentieren. Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende kann in einer Patientenverfügung bekundet werden. Das neue Patientenmagazin „entscheiden. DAS MAGAZIN ZUR ORGAN- UND GEWEBESPENDE“ gibt Anregungen für die Verfügung und Tipps für Formulierungen – denn, je klarer eine Patientenverfügung formuliert ist, desto einfacher wird deren Umsetzung im Falle des Falles.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Laut unseren aktuellen Studiendaten geben 25 Prozent der Befragten an, eine Patientenverfügung zu besitzen. Leider äußert sich etwa die Hälfte davon nicht zur Organ- und Gewebespende. In diesem Fall muss der Patientenwille dann gemeinsam von Angehörigen und Ärzteschaft im Krankenhaus ermittelt werden. Das ist eine für alle Beteiligten große Belastung. Mit der zweiten Ausgabe des Wartezimmermagazins wollen wir deshalb die Menschen bei ihrer Entscheidungsfindung zur Organspende unterstützen. Das neue Angebot der ‚Informationskarte Verfügungen‘ unterstützt dabei, dass im Ernstfall Patientenverfügung und Organspendeausweis schnell gefunden werden können. Dadurch wird der Patientenwunsch für alle Beteiligten transparent und kann zweifelsfrei umgesetzt werden.“

Die „Informationskarte Verfügungen“ ist ein neues Angebot von BZgA und Deutschem Hausärzteverband. Auf der handlichen, in der Geldbörse aufzubewahrenden Informationskarte können Bürgerinnen und Bürger ankreuzen, ob sie eine Vorsorgevollmacht, eine Patientenverfügung oder auch einen Organspendeausweis besitzen, damit es nicht zu Unklarheiten oder Widersprüchen bezüglich des Patientenwillens kommt. Außerdem kann neben den Kontaktdaten der Hausarztpraxis auch Name und Anschrift der Person festgehalten werden, die Zugriff auf diese Dokumente hat. Somit ist im Notfall gesichert, dass alle Dokumente gefunden und der entsprechende Wille auch umgesetzt werden kann. Ein kurzer Spot erklärt, wie die Informationskarte Verfügungen ausgefüllt wird und wo sie kostenfrei bestellt werden kann (www.organspende-info.de/hausarzt/infokarte-verfuegungen.html).

Hausärztinnen und Hausärzte genießen bei ihren Patientinnen und Patienten ein hohes Vertrauen und sind rund um das Thema Organ- und Gewebespende wichtige Ansprechpersonen für fachliche Informationen. Mit persönlichen Gesprächen und Informationen wie dem Wartezimmermagazin sowie der Herausgabe der „Informationskarte Verfügungen“ leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Entscheidungsfindung und zur Sicherung des Patientenwillens.

Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes e.V., sagt: „Hausärztinnen und Hausärzte haben in der täglichen Praxis mit sehr vielen verschiedenen Themen zu tun. Zu allererst mit medizinischen Fragestellungen rund um die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten, darüber hinaus aber auch mit deren Lebensgeschichten oder ihrem familiären und sozialen Umfeld. Deswegen sind sie bei einem so wichtigen Thema wie der Organspende wichtige Ansprechpartner. Das enge Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten kann dabei helfen, Ängste und Sorgen sensibel zu besprechen und persönliche Vorstellungen umzusetzen.“

Hausärztinnen und Hausärzte finden unter www.organspende-info.de/hausarzt umfassende Informationen zur Organ- und Gewebespende. Hier können Materialien für Hausarztpraxen kostenfrei bestellt werden. Ein Kurzfilm informiert, welche Materialien erhältlich sind und wie diese bestellt werden können (www.organspende-info.de/hausarzt/so-funktionierts.html).

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die kostenfreien Materialienab sofort bestellen unter:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online: www.bzga.de/infomaterialien
Fax: 0221/8992257  
E-Mail:

Motive zur Presseberichterstattung zu beiden Materialien finden Sie unter:
www.bzga.de/presse/pressemotive/organspende

Weitere Informationen zur Organ- und Gewebespende erhalten Sie unter:
www.organspende-info.de

Kostenfreies Infotelefon Organspende unter
Rufnummer 0800/90 40 400 – Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr 

(Diese Pressemeldung können Sie als PDF-Datei herunterladen)