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Hausärzte sind wichtige Ansprechpartner beim Thema Organ- und Gewebespende

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und Deutscher Hausärzteverband e.V. starten mehrjährige Kooperation

Die aktuelle Debatte um die gesetzliche Regelung der Organspende zeigt, wie sehr das Thema viele Menschen bewegt. Eine Schlüsselrolle bei der Information spielen die Hausärztinnen und Hausärzte: Wie eine aktuelle Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Organspende zeigt, genießen sie bei Patientinnen und Patienten ein hohes Vertrauen und sind auch beim Thema Organ- und Gewebespende wichtige Ansprechpersonen. Um Hausärzte bei der Information ihrer Patienten zur Organ- und Gewebespende noch intensiver zu unterstützen, sind die BZgA und der Deutsche Hausärzteverband eine Kooperation eingegangen. Im November 2018 werden rund 30.000 niedergelassene Hausarztpraxen mit Informationsmaterialien zur Organ- und Gewebespende versorgt.

Dr. Ralf Brauksiepe MdB, Patientenbeauftragter der Bundesregierung, erklärt: „Eine Organtransplantation kann für Patienten lebensrettend sein. Allein in Deutschland warten derzeit rund 10.000 Menschen verzweifelt auf ein passendes Organ. Diese Menschen dürfen wir nicht im Stich lassen. Daher begrüße und unterstütze ich die ins Leben gerufene gemeinsame Aktion der BZgA und des Deutschen Hausärzteverbandes. Das Thema Organspende muss mehr Aufmerksamkeit in der Bevölkerung erfahren. Hier setze ich große Erwartungen in diese Initiative und hoffe, dass sie möglichst viele Menschen dazu anregen kann, sich mit dem wichtigen Thema der Organspende auseinanderzusetzen.“

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Die aktuellen Erhebungsdaten der BZgA zeigen, dass mit 39 Prozent der Befragten mehr Menschen als je zuvor ihre Entscheidung in einem Organspendeausweis und/oder einer Patientenverfügung dokumentiert haben. Gleichwohl ist es wichtig, diejenigen, die bisher noch keine persönliche Entscheidung zur Organ- und Gewebespende getroffen haben, mit Informationen zu versorgen. Deshalb freue ich mich, dass die BZgA gemeinsam mit dem Deutschen Hausärzteverband auf die Unterstützung der Hausärztinnen und Hausärzte bauen kann.“

Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes e.V., sagt: „Das Thema Organspende ist ein sehr persönliches, welches für viele Patientinnen und Patienten mit Fragen und Unsicherheiten verbunden ist. Die Hausärztinnen und Hausärzte, die ihre Patienten in der Regel seit vielen Jahren kennen, können sie bei dieser wichtigen Entscheidung begleiten und über die Fakten aufklären. Ziel unserer gemeinsamen Kampagne ist es, die Kolleginnen und Kollegen in den Praxen dabei zu unterstützen und ihnen die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Hausärztinnen und Hausärzte müssen für diese wichtige Aufgabe natürlich auch die nötige Zeit bekommen.“

Beim Thema Organ- und Gewebespende spielt die Hausarztpraxis eine wichtige Rolle. So gibt etwa jeder vierte Befragte zwischen 14 und 75 Jahren in der Repräsentativbefragung der BZgA an, mit seinen Ärztinnen und Ärzten über das Thema sprechen zu wollen. 15 Prozent derjenigen, die einen Organspendeausweis besitzen, haben diesen in ihrer Arztpraxis erhalten.

Im November startet die über mehrere Jahre geplante Kooperation zwischen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Deutschen Hausärzteverband mit der bundesweiten Aussendung eines Infopaketes. Dieses umfasst neben einer Basisbroschüre mit den wichtigsten Fragen und Antworten zur Organ- und Gewebespende auch Broschüren zum Thema Hirntod und zur korrekten Dokumentation der Entscheidung bezüglich einer Organ- und Gewebespende in der Patientenverfügung. Zusätzlich erhalten die Hausarztpraxen Bestellpostkarten für ihre Patientinnen und Patienten, so dass diese eigenständig ein kostenloses Informationspaket bei der BZgA anfordern können.

Information zur Organ- und Gewebespende finden Sie unter: www.organspende-info.de

Weitere Informationen gibt es unter:
www.bundesgesundheitsministerium.de/Organspende

Kostenfreies Infotelefon Organspende unter der Rufnummer:
0800 / 90 40 400 - Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr  

Kostenlose Bestellung der BZgA-Materialien unter:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: www.bzga.de/infomaterialien
Fax: 0221/8992257
E-Mail: order(at)bzga.de

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