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Forum Sexualaufklärung

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Heft 2-2016: Sexualaufklärung im interreligiösen Dialog

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Titel

FORUM Sexualaufklärung Heft 2-2016: Sexualaufklärung im interreligiösen Dialog

Bestellnummer
13329229

Schutzgebühr
keine

Inhalt/Abstract

Sexualmoralische Normen gelten immer weniger als selbstverständlich und allgemeingültig. Sexualaufklärung in einer multikulturellen Gesellschaft ist eine Herausforderung vor dem Hintergrund unter schiedlicher Werte. Staatliche Sexualaufklärung muss neutral gegenüber den religiösen Normen bleiben, aber dennoch Werte vermitteln, die sich aus dem Grundgesetz, der Rechtsprechung und dem gesetzlichen Auftrag ableiten, damit die Verantwortung für die eigene Sexualität übernommen werden kann.

Um eine konstruktive Debatte zwischen staatlicher Sexualaufklärung, Kirchen und Religionsgemeinschaften in Gang zu setzen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einen »interreligiösen Dialog« ins Leben gerufen, aus dem diese Ausgabe des FORUMs hervorgegangen ist.

Die Autorinnen und Autoren loten gemeinsame Auffassungen in Bezug auf die Bedeutung der Sexualaufklärung aus, etwa den »kritischen Blick auf gesellschaftliche Tendenzen, Sexualität im öffentlichen Raum zu banalisieren und zu kommerzialisieren« (Reinhard Kahl). Auch Wünsche kommen zur Sprache, z. B. stärker auf die Familie zu fokussieren (Michael Feil). Und Differenzen, die von den Teilnehmenden als Herausforderungen verstanden wurden: »Und wenn die Differenzen unüberbrückbar erscheinen, verpflichtet uns gerade das zum Dialog und zur gegenseitigen Akzeptanz. Für die Jugendlichen, für die nächste Genera tion, ist das von großer Bedeutung.« (Avichai Apel im Interview, S. 20)

Rabeya Müller berichtet über die Rolle von Sexualität und Sexualaufklärung im Islam und räumt mit verbreiteten Mythen auf. Patrick Franke zeigt auf Grundlage von Analysen im Internet, dass es eine große Vielfalt an Ratschlägen und Regeln im Bereich der Sexualität für Muslime gibt.

Dieses FORUM informiert Sie nicht zuletzt darüber, wie sich eine kritisch-reflexive Sexualpädagogik moralisch positioniert (Anja Henningsen), wie Akzeptanz für sexuelle Vielfalt gewahrt werden kann (Daphne Hahn) und wie die Massenmedien eine moderne Sexualpädagogik unterstützen können (Joachim von Gottberg, Teresa Ifland).