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Heft 1/2-2004 - Pille danach

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Dieser Artikel ist vergriffen und nicht mehr bestellbar, eine Neuauflage ist nicht vorgesehen. Wir stellen den Artikel jedoch hier im Archiv weiterhin als PDF-Dokument zur Verfügung. Bitte beachten Sie, daß die Inhalte von Archivpublikationen möglicherweise nicht mehr in vollem Umfang dem heutigen Wissensstand oder der aktuellen Rechtslage entsprechen.

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Titel

FORUM Sexualaufklärung Heft 1/2-2004 - Pille danach

Schutzgebühr
keine

Thema/Gegenstand

Stand der PDF-Archivdatei: März 2004

Medienart

Broschüre, DIN A4, 60 Seiten


Inhalt/Abstract

Erstmals dokumentieren wir in der Reihe FORUM eine Tagung: Pille danach - rezeptfreie Vergabe in Deutschland, die im Dezember 2003 in Berlin stattfand. In 28 Ländern weltweit ist die neue Pille zur Notfallverhütung bereits rezeptfrei zugelassen, dies haben internationale ExpertInnen im Berliner Abgeordnetenhaus vor rund 100 TeilnehmerInnen berichtet.

Untersuchungen belegen, dass der zugrunde liegende Wirkstoff Levonorgestrel, der zu den gestagenartigen Hormonen zählt, keine nennenswerten Nebenwirkungen hat und dass die Pille danach überall dort, wo sie frei zugänglich ist, von Frauen höchst verantwortlich angewendet wird. Zudem erweist sie sich in den internationalen Studien der WHO bei schneller Einnahme (bis zu 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr) als besonders wirksam - drei Gründe unter vielen für die VeranstalterInnen - das Familienplanungszentrum Berlin e.V. Balance, der pro familia Landesverband Berlin e.V. und das Geburtshaus für selbstbestimmte Geburt e.V. -, eine niedrigschwellige,
das heißt rezeptfreie Vergabe auch in Deutschland zu fordern.

GynäkologInnen, ApothekerInnen, SozialwissenschaftlerInnen, VertreterInnen von pro familia, Balance und vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte diskutierten - im Anschluss an die Vorträge der ExpertInnen aus anderen Ländern - über die Bedingungen der Rezeptfreigabe der Pille danach in Deutschland. Dabei kamen Wirkungsweise und Nebenwirkungen, Zielgruppen und Beratungsbedarf, die Rolle von GynäkologInnen und ApothekerInnen, alternative Modelle aus den Nachbarländern wie etwa die Vergabe durch Jugendkliniken, Schulkrankenschwestern oder Hebammen sowie politische und frauenpolitische Aspekte zur Sprache, aber auch die mitunter unseriöse Rolle der Medien bei der Information der breiten Öffentlichkeit, wenn beispielsweise noch immer von der „Abtreibungspille" die Rede ist.

Die spannende Diskussion um die Pille danach wird in den kommenden Monaten, in denen auf bundespolitischer Ebene über eine Aufhebung der
Rezeptpflicht beraten wird, sicherlich intensiv weitergeführt werden. Es steht zu hoffen, dass dies zunehmend sachlich, gut informiert und auf Grundlage der zahlreichen vorliegenden empirischen Befunde geschieht.