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Forschung

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Studien

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Alkoholkonsum der Jugendlichen in Deutschland 2004 bis 2007

Ergebnisse der Repräsentativbefragungen der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln

Kurzbericht

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minus Daten zur Untersuchung: Ziele und Methoden

Titel

Alkoholkonsum der Jugendlichen in Deutschland 2004 bis 2007

Ziele

Ziel dieses Kurzberichtes ist es darzustellen, wie sich der Alkoholkonsum der Jugendlichen - insbesondere von Alcopops im Zeitraum von 2004 bis 2007 entwickelt hat. Die Ergebnisse der
aktuellsten Repräsentativbefragung werden dazu mit Daten von BZgA-Studien aus den Jahren 2004 und 2005 verglichen.

Untersuchungsmethodik

Repräsentativbefragung der 12- bis einschließlich 19-jährigen Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland

Verfahren der Datenerhebung

Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Auswahlverfahren

Mehrstufige Zufallsstichprobe auf Basis des ADM-Telefonstichproben-Systems (Computergenerierte Zufallstelefonnummern, Zufallsauswahl von 12- bis 19-Jährigen im Haushalt)
Ausschöpfung: 65,7%
Stichprobengröße 3.602 Fälle

Befragungszeitraum

4. Januar bis 21. Februar 2007

Stichprobenziehung und Datenerhebung

forsa.
Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH

Konzeptentwicklung, Analyse und Berichterstattung

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln, Referat 2-25,
Boris Orth, Dr. Ursula von Rüden und Jürgen Töppich


minus Zusammenfassung

Der Anteil der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen, die regelmäßig alkoholische Getränke konsumieren, ist nach einem Rückgang von 2004 bis 2005 wieder angestiegen. Im Jahr 2004 haben 21% der Jugendlichen mindestens ein alkoholisches Getränk pro Woche getrunken, 2005 liegt dieser Anteil bei 19% und beträgt 2007 nun 22%. Dieser Verlauf findet bei Mädchen und Jungen in allen Altersgruppe auf unterschiedlichem Niveau statt, folgt aber immer dem gleichen Muster.

Nach Einführung der Sondersteuer für spirituosenhaltige Alcopops sinkt der Anteil Jugendlicher, die mindestens einmal im Monat spirituosenhaltige Alcopops trinken. Dieser Verlauf setzt sich über das Jahr 2005 hinaus fort, so dass bei spirituosenhaltigen Alcopops ein kontinuierlich rückläufiger Trend zu verzeichnen ist. Der Anteil 12- bis 17-jährigen Jugendlichen, die mindestens einmal monatlich spirituosenhaltige Alcopops trinken, sinkt von 28% im Jahr 2004 über 16% im Jahr 2005 auf nur noch 10% im Jahr 2007. Die von den jugendlichen konsumierte Gesamtmenge reinen Alkohols (in Gramm pro Woche) ging im Zuge der Einführung der Sondersteuer für spirituosenhaltige Alcopops von 2004 bis 2005 zurück. Bei zeitgleich verstärkter kritischer Diskussion des Alkoholkonsums bei Jugendlichen kam es von 2004 zu 2005 auch zu einer Abnahme des Konsums anderer alkoholischer Getränke.

Seit 2005 steigt die pro Kopf konsumierte Alkoholmenge bei den 12- bis 17-jährigen Jugendlichen wieder. Dieser Gesamtanstieg ist auf den vermehrten Konsum von Bier, bier- bzw. weinhaltigen Mischgetränken sowie Spirituosen zurückzuführen und findet besonders deutlich bei den männlichen Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren statt. Diese Gruppe konsumiert im Jahr 2004 pro Kopf und Woche im Durchschnitt 126,5g reinen Alkohol. Im Jahr 2005 liegt der Wert bei 107,6g und steigt dann um etwa 50g auf 154,2g im Jahr 2007 an. Dieser Anstieg betrifft allerdings nicht die spirituosenhaltigen Alcopops, bei denen weiterhin ein Rückgang zu beobachten ist.

Insgesamt hat sich der 2005 festgestellte Rückgang des Gesamtalkoholkonsums Jugendlicher nicht fortgesetzt. Der Konsum alkoholischer Getränke ist sogar bei Teilgruppen der Jugendlichen über den Wert von 2004 angestiegen.

Auch der Anteil der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen, die im letzten Monat mindestens einmal an einem Tag fünf oder mehr Gläser alkoholhaltiger Getränke trinken (Binge-Trinken), steigt deutlich an und beträgt nun 26%.

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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.