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Studien

Kosten und Effekte von Maßnahmen zur Verringerung der gesundheitlichen Ungleichheit. Das Beispiel "Förderung des Bewegungsverhaltens bei Kindern und Jugendlichen"

Abschlussbericht: Erfahrungen zur Kostenerhebung bei Präventionsprojekten

Abschlussbericht


Projekttitel

Kosten und Effekte von Maßnahmen zur Verringerung der gesundheitlichen Ungleichheit. Das Beispiel "Förderung des Bewegungsverhaltens bei Kindern und Jugendlichen"

Ziele

An der Wichtigkeit von Maßnahmen zur Förderung des Bewegungsverhaltens bei Kindern und Jugendlichen besteht kein  Zweifel. Es wird auch allgemein akzeptiert, dass vor allem die Kinder und Jugendlichen aus den unteren sozialen Statusgruppen durch die Maßnahmen zur Förderung körperlicher, sportlicher Aktivität erreicht werden sollten. Die Frage, welche Effekte mit einer Maßnahme erreicht werden konnten, und welche Kosten damit verbunden waren, lässt sich bisher jedoch kaum beantworten. Für die Planung weiterer Maßnahmen wären diese Informationen jedoch sehr wichtig. Besonders wenig ist bisher über die Kosten dieser Maßnahmen bekannt. Das Projekt hat sich daher vor allem auf die Frage konzentriert, wie die Kosten erhoben werden können. Da es sich häufig um relativ kleine Maßnahmen mit sehr beschränkten finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen handelt, sollte ein kurzes, einfaches Kosten-Modul entwickelt werden.

Untersuchungs­methodik

Zunächst wurde ein Überblick über den Stand der wissenschaftlichen Diskussion zu diesem Thema erstellt. Die Suche in verschiedenen wissenschaftlichen Datenbanken hat vor allem gezeigt: (a) Zur Frage, wie kosten-effektiv die Maßnahmen zur Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen sind, lassen sich nur sehr wenige empirische Studien finden. (b) Aus Deutschland liegt dazu bisher erst eine einzige empirische Studie vor. (c) Von den vorhandenen Studien bezieht sich keine direkt auf die Gruppe der sozial Benachteiligten. (d) In den Studien werden sehr unterschiedliche Methoden zur Erfassung der Kosten und Effekte verwendet.
Anschließend wurde ein möglichst praxistaugliches Modul zur Erfassung der wesentlichen Kostenkomponenten erstellt. Der erste Pretest dieses Moduls hat gezeigt, dass bei den Akteuren zumeist nur ein sehr eingeschränktes Kostenverständnis vorhanden ist, und dass dieses Verständnis häufig von der rein ökonomischen Sicht abweicht. Um eine verbesserte Dokumentation der Kosten zu ermöglichen, wurde das Kosten-Modul daher im nächsten Schritt weiterentwickelt.
Danach ist das Modul erneut getestet worden, vor allem mithilfe von detaillierten Kostendaten aus dem Projekt ´JuvenTUM - Grundschulkinder als Gesundheitsexperten´. Dabei wurde deutlich, dass die Kosten mit dem von uns zur Verfügung gestellten Modul relativ gut eingeordnet und im Nachhinein entsprechend ausgewertet werden konnten. Zur Verfügung standen auch Ergebnisse aus einer kleinen Befragung weiterer Akteure.
Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurde das Kosten-Modul noch einmal etwas überarbeitet. Es bietet jetzt eine relativ praxisnahe Möglichkeit zur Dokumentation von Programmkosten, und es kann je nach Bedarf ausgewertet und erweitert werden.

Durchführungszeitraum

März 2011 - Juni 2014

Konzeptentwicklung

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln
Dr. Frank Lehmann

Helmholtz Zentrum München
Dr. Andreas Mielck

Durchführung, Analyse und Berichterstattung

Katharina Korber, Dipl.-Kffr., MBR
Silke Wolfenstetter, Dr. oec. publ., Dipl.-Kffr, MBR
Andreas Mielck, Dr. phil., M.P.H.

Helmholtz Zentrum München,
Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen
Postfach 1129, 85758 Neuherberg