Grippeschutzimpfung
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert Koch-Institut (RKI) haben im Jahr 2006 gemeinsam mit Maßnahmen zur Steigerung der saisonalen Influenza-Durchimpfungsrate begonnen. Ziel der Maßnahmen ist eine Erhöhung der Durchimpfungsrate der Allgemeinbevölkerung über eine verstärkte Zunahme der Durchimpfung bei den von der Ständigen Impfkommission (STIKO) benannten Risikogruppen: Menschen über 60 Jahre, b) chronisch Kranke jeden Alters und c) medizinischem Personal.
Die echte Virusgrippe (Influenza) ist keine einfache Erkältungskrankheit (oder ein „grippaler Infekt“), sondern stellt eine ernsthafte Erkrankung dar. Insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Grunderkrankungen bedeutet die Influenza aufgrund möglicher schwerwiegender Komplikationen durch bakterielle Superinfektionen eine erhebliche gesundheitliche Bedrohung. In einer durchschnittlichen Influenzasaison können in Deutschland zwischen 2 und 5 Millionen zusätzliche Arztbesuche, ca. 10.- 20.000 Krankenhauseinweisungen und je nach Stärke der Influenzasaison zwischen 7.000 und 14.000 zusätzliche Todesfälle auftreten.
Auch für medizinisches Personal in Krankenhäusern, Alten/Pflegeheimen und Arztpraxen stellt eine Infektion mit dem Influenzavirus eine gesundheitliche Bedrohung dar. Angehörige des medizinischen Personals haben durch die Vielzahl von Kontakten mit Patienten und Bewohnern ein erhöhtes Risiko, sich mit den Influenzaviren zu infizieren. Gleichzeitig können diese das Virus an die Patienten und Bewohner weitergeben, für die eine Erkrankung aufgrund eines oftmals weniger guten Allgemeinzustands eine erhebliche Bedrohung darstellen kann.
Die wirksamste Art eine Ansteckung zu verhindern ist eine Impfung. Die Influenzaimpfung ist eine sichere, effektive und kostengünstige Präventionsmaßnahme. Sie sollte rechtzeitig vor Beginn der winterlichen Grippe-Saison im Oktober oder November erfolgen und muss jedes Jahr wiederholt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für das Jahr 2010 eine Durchimpfungsrate von 75% für ältere Menschen und chronisch Kranke als Ziel postuliert. Aktuell liegt die Durchimpfungsquote bei ca. 50% in der älteren Bevölkerung, bei ca. 30% bei chronisch Kranken und bei ca. 22% bei medizinischem Personal. Für alle drei Risikogruppen besteht daher ein erheblicher Interventionsbedarf.
Die Materialien der Kampagne können über das Online-Bestellsystem angefordert werden.
Persönlicher Infektionsschutz- Hygiene
Neben der Impfung gegen die Grippe verringern geeignete Hygienemaßnahmen effektiv die Verbreitung von Krankheitserregern insbesondere der Influenza. Häufiges und richtiges Hände waschen sowie richtiges Husten und Niesen sind wichtige Verhaltensempfehlungen, um sich selbst aber auch andere und besonders gefährdete Personen wie Säuglinge und chronisch Kranke vor Infektionen zu schützen.
Viele Krankheitserreger wie die Atemwegsviren verbreiten sich über Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten und Niesen entstehen. Viren und Bakterien können aber auch von kontaminierten (verschmutzten) Flächen wie Türklinken über die Hände an Mund, Nase oder Augen anderer gelangen und so übertragen werden. Durch regelmäßiges Händewaschen können die Infektionsraten von Lungenentzündungen um die Hälfte, die von Durchfallerkrankungen um ein Drittel reduziert werden.
Kinder und Jugendliche sind sowohl aufgrund ihres noch unreifen Immunsystems, als auch aufgrund ihrer zahlreichen sozialen Kontakte und körperlichen Nähe zu anderen Kindern besonders häufig von Infektionskrankheiten betroffen. Akute Atemwegs- und Magendarminfekte zählen zu den häufigsten Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Zudem tragen Kinder und Jugendliche in erheblichem Maße zur schnellen Verbreitung von Infektionen bei. Für die Neue Grippe (Schweinegrippe) wurden Erkrankungsraten von 10% bis zu 60% in Gemeinschaftseinrichtungen und Schulen festgestellt. Da Hygieneverhaltensweisen nicht angeboren sind, müssen sie möglichst frühzeitig im Kindesalter vermittelt werden, um so Eingang in alltägliche Routinehandlungen zu finden.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat deshalb im Rahmen der Aktion "schütz ich mich - schütz ich dich" zwei unterschiedlich gestaltete Medienpakete für die Grundschulen sowie die weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I erstellt. Die Medien informieren über das richtige Händewaschen und richtiges Husten und Niesen.
Die Medien der Schulaktion können über das Online-Bestellsystem kostenlos angefordert werden.
Quellen: KiGGS, Epi Bull 22, 46, Luby, Ejemot
... finden Sie hier
(www.bzga.de/schweinegrippe)
Themenspezifische Medienlisten zu den einzelnen Schwerpunktthemen der BZgA
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