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Ernährung - Bewegung - Stressbewältigung

Gesundheitsbezogene epidemiologische Daten bei Kindern und Jugendlichen zeigen beginnende Defizite in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Stressregulation, die sich im weiteren Lebensalter in meist chronischen Krankheiten manifestieren können. Deshalb konzentriert sich die BZgA bei der Prävention ernährungsabhängiger Krankheiten vorrangig auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen. Sie verfolgt dabei einen integrierten Ansatz. Es werden nicht isoliert Themen im Bereich Gesundheit wie z. B. Ernährung oder Bewegung aufgegriffen, sondern, die Vernetzung einzelner gesundheitsrelevanten Themenbereiche ist grundlegendes Konzept der Referatsarbeit. So wird grundsätzlich bei allen Projekten ein integrierter Ansatz mit den Themen Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung zugrunde gelegt.

Es existieren eine Reihe von Wechselwirkungen zwischen Ernährung, Bewegung und Stress (sowohl auf physiologischer als auch auf der Verhaltensebene), die es nahe legen, diese Ansätze in der Etablierung und Förderung gesundheitsrelevanten Verhaltens, miteinander zu verbinden:

Die Nährstoff- und Energieversorgung schafft die Grundlage für ein altersgerechtes Bewegungsverhalten. Sie schafft die Leistungsmöglichkeit und regelt die Leistungsbereitschaft durch die Verfügbarkeit von Nährstoffen und Energie

In Gegenrichtung schafft das Bewegungsverhalten einen Nährstoff- und Energiebedarf, der über das Hunger- und Sättigungsgefühl die Nährstoffaufnahme reguliert. Bei einem größeren Energiebedarf ist die Zufuhr lebens- und entwicklungsnotwendiger Nährstoffe leichter zu sichern.

Zwischen Ernährung und Stressregulation gibt es ebenfalls physiologische und verhaltenssteuernde Beziehungen. Nährstoffmängel und reduzierte Energieversorgung (wie sie notwendigerweise bei allen Reduktionsdiäten auftreten) stellen einen Stressfaktor dar, dem der Organismus begegnen muss, z.B. durch vermehrte Hungergefühle und bestimmte Nahrungspräferenzen.

Zu einem integrierten Ansatz gehört nicht nur die Verbindung der Inhalte Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung, wichtig ist es, die Rahmenbedingungen im Feld zu beschreiben und Hilfen für die eigene Arbeit sowie zur strukturellen Verbesserung anzubieten. Dazu werden nicht nur die wissenschaftlichen Grundlagen beschrieben, sondern in Zusammenarbeit mit Fachkräften das Interventionsfeld und seine Rahmenbedingungen dargelegt, Ziele für die Intervention festgelegt und entsprechende Arbeitshilfen entwickelt. In Praxisprojekten werden diese erprobt und konkretisiert, bevor sie verbreitet werden.

In der Projektentwicklung, der Entwicklung zielgruppengerechter Medien für Zielgruppen und Mittlerkräfte sowie der Umsetzung des Ansatzes im Feld liegt auf folgenden Bereichen ein besonderer Augenmerk:

  • Verfügbarkeit von gesichertem Fachwissen
  • Professionalität und fachliche Bildung der Mittlerkräfte
  • Orientierung an der Lebenswelt der Zielgruppe
  • Gesprächsanlässe und Beachtung
  • Nachhaltigkeit
  • Alltagstauglichkeit und günstige Umgebungsbedingungen

Daher wird bei allen Projekten ein eventorientierter Ansatz gewählt.

Dies bedeutet, in der nahen Umgebung und Erlebniswelt der Kinder gesundheitsbezogene Ereignisse zu schaffen, die den Kindern Spaß machen, die klare Botschaften enthalten und positiv im Gedächtnis bleiben.

Infomaterialien zur gesunden Ernährung

Internetangebote:

www.bzga-essstoerungen.de
Das Internetangebot ist eine Informationsplattform über alle Formen der Essstörung für Betroffene, Angehörige, Lehrkräfte und Fachleute. Es können deutschlandweit Adressen von Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Therapieeinrichtungen, Präventionsprojekten sowie Fortbildungsangeboten zu Essstörungen abgerufen werden. Betroffene haben zudem die Möglichkeit, direkten Kontakt zur anonymen Telefonberatung der BZgA aufzunehmen.

www.bzga-kinderuebergewicht.de
Die Website richtet sich in zum einen an die Fachöffentlichkeit und bietet Hintergrundinformationen zum Thema Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen sowie  Informationen über die Projekte der BZgA zur Qualitätssicherung von Übergewichtsmaßnahmen für Kinder und. Beim Angebot für Eltern kann unter anderem mit Hilfe eines BMI-Rechners der Gewichtsstatus von Kindern und Jugendlichen festgestellt werden.

www.tutmirgut.net
Tutmirgut richtet sich an Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren und ist ein Arbeitsschwerpunkt von GUT DRAUF, der Aktion der BZgA zur Verbesserung der Gesundheit von Jugendlichen. Das Anliegen von Tutmirgut ist es, im Rahmen der entscheidenden Sozialisationsfelder von Grundschulkindern - in der Schule, im Elternhaus, im Freizeit- und Sportbereich - gesunde Strukturen zu etablieren und zu fördern. Der Internetauftritt stellt die beiden ausleihbaren Erlebnisausstellungen von Tutmirgut vor und bietet eine Fülle kindgerechter Materialien zur Gesundheitsförderung.

www.gutdrauf.net
Ziel der bundesweiten Aktion „GUT DRAUF bewegen, entspannen, essen - aber wie!“ ist es, die gesundheitliche Situation von Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren nachhaltig zu verbessern. Im Zentrum steht ein integriertes, qualifiziertes Konzept für Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung. Der Internetauftritt bietet darüber hinaus eine Fülle von Material zur Gesundheits- und Ernährungssituation Jugendlicher zur Verfügung.

www.kindergesundheit-info.de
Das Internetportal der BZgA rund um die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern. Eltern und Fachkräfte erhalten hier eine Vielzahl an Informationen zur gesunden kindlichen Entwicklung. Zu jedem Thema finden sich neben grundsätzlichen Informationen viele alltagsnahe Tipps, Antworten auf häufig gestellte Fragen, weiterführende Links und vieles mehr.
Hier können Sie sich auch über alles Wissenswerte rund um das Thema Ernährung informieren - vom Stillen über den ersten Brei bis hin zur Familienmahlzeit. Sie erfahren, wie sich Ihr Kind nach den einfachen Grundregeln einer ausgewogenen Ernährung gesund ernährt, aber auch, wie Sie es neugierig machen und sein Interesse an gesunder Ernährung wecken können.

Beratungsstellen

Bildmarke zu Beratungsstellen - Zwei Personen, die sich unterhalten

Verzeichnisse der Adressen von Beratungsstellen, nach Bundesländern und Postleitzahlen gegliedert

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Medienübersichten

Ein Händepaar an einer Computertastatur und einer Computermaus

Themenspezifische Medienlisten zu den einzelnen Schwerpunktthemen der BZgA

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