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09.10.2012
Exzessive Computerspiel- und Internetnutzung vor allem bei jungen Menschen ein Problem

Frühzeitige und zielgerichtete Information und Aufklärung unverzichtbar

Köln, 9. Oktober 2012. Anlässlich der heutigen Jahrestagung der Bundesdrogenbeauftragten zur exzessiven und pathologischen Computerspiel- und Internetnutzung erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):

„Die exzessive oder pathologische Computerspiel- und Internetnutzung ist in Deutschland vor allem ein Problem bei jungen Menschen. Etwa 1,4 Millionen der 14- bis 24-Jährigen gelten als problematische Internetnutzer, rund 250.000 als internetabhängig. Besonders Jugendliche sind von Computerspielen und Internetangeboten fasziniert. Neue Spiel-Welten und die permanent verfügbaren Kommunikationsmöglichkeiten sprechen die jugendliche Neugier und den Drang nach Neuem besonders an. Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen einen kompetenten Umgang mit PC und Internet lernen und die damit verbundenen Gefahren kennen. Wer etwa durch übermäßiges Spielen am PC beginnt, andere Interessen, Freunde oder Familie stark zu vernachlässigen, ist gefährdet, eine Sucht zu entwickeln. Prävention muss deshalb frühzeitig ansetzen und vor allem Jugendliche für die Risiken von übermäßigem Computerspiel- und Internetgebrauch sensibilisieren.“

Die BZgA hat daher die Kampagne „Ins Netz gehen“ gestartet, die sich mit Angeboten an Jugendliche und Eltern richtet. Die Internetseite www.ins-netz-gehen.de bietet Jugendlichen eine Vielzahl an interaktiv aufbereiteten Informationen zum Thema Computerspiel- und Internetnutzung sowie praktische Hilfen. Ein Onlinewecker etwa alarmiert sie, wenn sie das vorher eingestellte Zeitlimit am PC überschreiten. Zentrales Element der Seite ist der Online-Selbsttest, mit dem Jugendliche überprüfen können, ob sie bereits suchtgefährdet sind. Ergänzt wird die Internetseite durch einen Info-Flyer, Poster und Postkarten sowie den Ratgeber für Eltern „Online sein mit Maß und Spaß“ mit praktischen Hinweisen und Informationen rund um die Computer- und Onlinenutzung in der Familie.

Alle Materialien der BZgA-Präventionskampagne „Ins Netz gehen“ stehen auf www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung zum Download bereit. Sie können dort und unter folgender Adresse auch kostenlos bestellt werden:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, E-Mail: order@bzga.de, www.bzga.de.

(Diese Pressemitteilung können Sie als PDF-Datei herunterladen.)

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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.