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Forschung und Praxis der Sexualaufklärung und Familienplanung

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Jugendsexualität im Internetzeitalter

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Titel
Jugendsexualität im Internetzeitalter

Bestellnummer
13300037

Schutzgebühr
11.00 €

Thema/Gegenstand
Eine qualitative Studie zu sozialen und sexuellen Beziehungen von Jugendlichen

English version (PDF file): Youth Sexuality in the Internet Age

Medienart
Broschüre, 303 Seiten

Inhalt/Abstract
Die Neuen Medien sind fester Bestandteil des Alltags von Jugendlichen und jun-gen Erwachsenen. Sie nutzen sie als Kommunikationsplattform, als Informationsquelle und auch als Ratgeber. Über das Internet sind sexualisierte Medieninhalte wie Bilder, Chats oder Filme verfügbar, und damit relativ leicht zugänglich. Inwieweit das jedoch die sexuelle Sozialisation von jungen Frauen und Männern tatsächlich beeinflusst, ist wenig empirisch erforscht. Zu Einstellungen und Verhaltensweisen Jugendlicher und junger Erwachsener in Bezug auf Aufklärung, Sexualität und Verhütung liefert die Repräsentativbefragung zur Jugendsexualität der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) seit Jahrzehnten gesicherte quantitative Daten. Wie aber diese Gruppe gegenwärtig Sexualität und Beziehungen organisiert, welche Wert- und Idealvorstellungen sie dabei leiten und welche Rolle das Internet bzw. die Neuen Medien spielen, darüber gibt es nur unzureichende Daten.

Vor diesem Hintergrund gab die BZgA das Forschungsprojekt „Sexuelle und soziale Beziehungen Jugendlicher und junger Erwachsener“ in Auftrag. Die qualitative In-terviewstudie wurde von Juli 2009 bis Dezember 2011 durchgeführt. Befragt wurden 160 junge Frauen und Männer im Alter von 16 bis 19 Jahren aus Hamburg und Leipzig, die zu diesem Zeitpunkt ein Gymnasium oder eine Berufsschule besuchten.

Im Rahmen der Studie wurde unter anderem untersucht, wie die Jugendlichen und jungen Erwachsenen heute in einer Beziehung bzw. wie sie als Single leben. Im Mittelpunkt stand immer wieder die Frage nach dem, was die jungen Frauen und Männer dort sowie in Chatrooms oder sozialen Netzwerken machen. Ein weiterer Aspekt der Studie beschäftigte sich damit, wie mit dem freien Zugang zu Pornografie im Internet umgegangen wird.

Die hier präsentierten Ergebnisse zeigen, wie Flirts und Partnerschaften in der virtuellen Welt angebahnt werden und wie reale Treffen verlaufen. Die Ergebnisse zum Umgang mit sexualisierten oder auch pornografischen Inhalten belegen, dass die befragten jungen Frauen und Männer die medialen Bilderwelten und ihren Realitätsgehalt sehr kompetent bewerten.

Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Internet einen zusätzlichen, neuen sexuellen Erfahrungsraum gewonnen haben. Insbesondere für Eltern und Lehrkräfte stellt dies eine besondere Herausforderung dar, sind sie doch - laut der Jugendsexualitätsstudie der BZgA von 2010 - nach wie vor die wichtigsten Ansprechpartner in Sachen Sexualität. Eltern und Lehrkräfte benötigen mitunter medienpädagogische Unterstützung, um die Jugendlichen und jungen Erwachsenen adäquat in ihrer sexuellen Entwicklung zu begleiten.

Die vorliegende Studie liefert somit wichtige Hinweise für die Entwicklung und Optimierung von Aufklärungskonzepten und Informationsangeboten zur Sexualaufklärung. Unter anderem bietet die BZgA ein jugendgerechtes Medium mit dem Onlineangebot www.loveline.de, das Heranwachsende beim „Sexuellwerden 2.0“ begleitet.

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