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Arbeitslosigkeit: Ursachen & Fakten

Krank als Folge von Arbeitslosigkeit - arbeitslos auf Grund von Krankheit

"Circulus vitiosus" von Arbeitslosigkeit und Gesundheit

eigene Abbildung nach: Hollederer "Psychische Gesundheit im Fall von Arbeitslosigkeit", in: Praktische Arbeitsmedizin
(für eine größere Anzeige bitte das Bild anklicken)

Gesundheitliche Beeinträchtigungen treten zum einen in Folge von Arbeitslosigkeit auf. Zum anderen kann Arbeitslosigkeit ein Grund von Krankheit darstellen. Krankheit bzw. gesundheitliche Einschränkungen können demnach sowohl Ursache als auch Folge der Arbeitslosigkeit sein. In diesem Zusammenhang spricht man von der Kausalitäts- und der Selektionshypothese.
Die Wirkungsrichtung zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit wird als zentrale Frage in der Forschung diskutiert. Es besteht weitgehend Einigkeit über die Annahme, dass ein wechselseitiger Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit besteht.
Erkrankungen und gesundheitliche Einschränkungen können das Risiko erhöhen, den Arbeitsplatz zu verlieren. Es zeichnet sich ein „Circulus vitiosus“ (siehe Grafik) ab: Für gesundheitlich beeinträchtigte Arbeitslose sind die Chancen auf einen Wiedereinstieg in das Berufsleben wesentlich geringer.

Arbeitslosigkeit hat viele Gesichter

Arbeitslosigkeit trifft unterschiedliche Gruppen mit höchst unterschiedlichem Bedarf. Als spezifische Zielgruppen der Gesundheitsförderung können beispielsweise gelten:

  • Jugendliche unter 25 Jahren / von 25 bis 50 Jahren / über 50 Jahren
  • Langzeitarbeitslose
  • arbeitslose Frauen / arbeitslose Männer
  • Arbeitslose mit Migrationshintergrund
  • alleinerziehende Arbeitslose
  • Arbeitslose mit erheblichen gesundheitlichen Belastungen

Arbeitslosigkeit wird höchst unterschiedlich erlebt und wirkt sich unterschiedlich auf die Gesundheit aus. Zielgruppenspezifische Faktoren, die Auswirkungen auf die individuellen Reaktions- und Bewältigungsmuster haben, sind beispielsweise

  • die Dauer der Erwerbslosigkeit,
  • die finanzielle Situation,
  • der Qualifikationsstand,
  • vorhandene soziale Unterstützung sowie
  • frühere Arbeitssituationen und das vorherige Erleben von Arbeitsplatzunsicherheit

      

Quellen

Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Arbeitslosigkeit und Gesundheit

Ursachen und Fakten, sowie Daten und Handlungsbedarfe im Bereich des Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen können hier heruntergeladen werden (PDF-Datei, 430 kB)

Tipps zum Weiterlesen

  • Hollederer, Alfons (Hrsg.): Gesundheit von Arbeitslosen fördern! (2009). Frankfurt am Main: Fachhochschulverlag.
  • Hollederer, Alfons: Erwerbslosigkeit, Gesundheit und Präventionspotenziale: Ergebnisse des Mikrozensus 2005 (2010). VS-Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Hollederer, Alfons: Erwerbsbeteiligung, Gesundheit und Behinderung in Deutschland: Ergebnisse des Mikrozensus 2005. Vortrag am gemeinsamen Kongress "Individualisierte Prävention und Epidemiologie" der DGEpi, DGSMP und EUMASS am 22.9.2010 in Berlin.
  • Rothländer, Katrin; Richter, Peter (2009). Gesund und mittendrin trotz Erwerbslosigkeit - Ansätze zur Förderung der psycho-sozialen Gesundheit (2009) Friedrich-Ebert-Stiftung Fachforum Arbeitspapier No 6.
  • Heitmeyer, Wilhelm (Hrsg.): Deutsche Zustände: Folge 9 (2010). Berlin: Suhrkamp.
  • Bundesverband: BKK Gesundheitsreport 2010 - Gesundheit in einer älter werden Gesellschaft (2010).

…weiter

Ansprechpartner

Stefan Bräunling, Ihren Ansprechpartner zum Thema Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen, erreichen Sie hier.

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
BZgA / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.