Gesundheitsförderung bei älteren Menschen
Leitthese
Ein gutes Leben im Alter lässt sich mit gesundheitsfördernden Lebensweisen und Lebensverhältnissen unterstützen. Die Wohnqualität, die Versorgung im Quartier, Möglichkeiten für Partizipation und Teilhabe, Angebote der Gesundheitsförderung und die nachbarschaftliche Gemeinschaft beeinflussen die Chancen auf ein gesundes Altwerden. Dafür gilt es die Ressourcen der älteren Menschen wie Lebenserfahrung, vertraute Kontakte in der Nachbarschaft, Gelassenheit und Zeit zu aktivieren.
Die Zielgruppe
2008 waren ungefähr 21 Millionen Menschen in Deutschland 60 Jahre alt und älter, das entspricht einem Anteil von rund 25,5 Prozent der deutschen Bevölkerung:
Alter |
gesamt |
Männer |
Frauen |
|---|---|---|---|
60 bis unter 65 Jahre |
4.228.700 |
2.079.000 |
2.149.700 |
65 bis unter 70 Jahre |
5.144.600 |
2.469.600 |
2.675.000 |
70 bis unter 80 Jahre |
7.523.400 |
3.351.100 |
4.172.300 |
80 bis unter 90 Jahre |
3.555.700 |
1.137.400 |
2.418.300 |
Über 90 Jahre |
505.400 |
125.500 |
379.900 |
Summe |
20.957.800 |
9.162.600 |
11.795.200 |
Tabelle 1: Anzahl der älteren Menschen nach Geschlecht und Altersgruppe im Jahr 2008. Quelle: Statistisches Bundesamt (2010): Statistisches Jahrbuch. S. 44.
Ungefähr 13 Prozent der älteren Menschen haben einen Migrationshintergrund. Der Anteil der älteren Migrantinnen und Migranten wächst stetig und damit steigt der Bedarf an kultursensiblen, gesundheitsfördernden Angeboten.
Alter |
gesamt |
Männer |
Frauen |
55 bis unter 65 Jahre |
1.446.000 |
713.000 |
733.000 |
65 bis unter 75 Jahre |
940.000 |
481.000 |
459.000 |
Über 75 Jahre |
494.000 |
214.000 |
280.000 |
Summe |
2.880.000 |
1.408.000 |
1.472.000 |
Tabelle 2: Anzahl der älteren Migrantinnen und Migranten nach Geschlecht und Altersgruppe im Jahr 2008. Quelle: Statistisches Bundesamt (2010): Statistisches Jahrbuch. S. 48.
Der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung wächst in den kommenden Jahren deutlich. 2025 werden voraussichtlich 32,6 Prozent der deutschen Bevölkerung 60 Jahre und älter sein.
Auch die durchschnittlich in Gesundheit verbrachte Lebenszeit verlängert sich - die Menschen werden gesünder älter. Allerdings zeigen sich dabei Unterschiede nach dem sozialen Status. Während ältere Menschen mit guter Altersabsicherung häufig länger gesund leben, trifft das auf Menschen mit geringem Einkommen nicht zu. Ein Anwachsen der Altersarmut dürfte die gesundheitliche Ungleichheit im Alter noch zusätzlich verstärken. Eine aktive Gesundheitsförderung älterer, sozial benachteiligter Menschen ist in der Zukunft daher von noch größerer Bedeutung als gegenwärtig. Entsprechende Aktivitäten sollten regionale Besonderheiten und Bedürfnisse berücksichtigen, zum Beispiel die unterschiedliche Bevölkerungsverteilung, Infrastruktur und finanzielle Ausstattung der Gemeinden.



