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Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015

Teilband Computerspiele und Internet

Ergebnisse

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minus Steckbrief

Steckbrief

Projekttitel

Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015

Ziele

Langfristig angelegte Untersuchung des Konsums, der Konsummotive, der Einstellungen und der situativen Bedingungen des Rauchens und des Konsums von Alkohol und illegalen Drogen, seit 2011 außerdem des Computer-spielens und der Internetnutzung.

Untersuchungsmethodik

In mehrjährigen Abständen wiederholte deutschlandweite Repräsentativbefragung der 12- bis einschließlich 25-jährigen Bevölkerung

Verfahren der Datenerhebung

Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Auswahlverfahren

Kombinierte Auswahl aus den Auswahlrahmen der Festnetztelefon- und Mobiltelefonnummern (Dual-Frame-Ansatz).
Festnetztelefon:
Mehrstufige Zufallsauswahl aus dem ADM Telefon-Mastersample (Computergenerierte Zufalls-telefonnummern, Zufallsauswahl von 12- bis 25-Jährigen im Haushalt)
Mobiltelefon:
Einfache Zufallsauswahl aus dem ADM-Auswahlrahmen für Mobiltelefonie

Ausschöpfung

Festnetzstichprobe: 48,7 %
Mobiltelefonstichprobe: 32,0 %

Stichprobengröße

7.004 Befragte:
4.903 per Festnetztelefon
2.101 per Mobiltelefon

Befragungszeitraum

18. März bis 21. Juni 2015

Interview­programmierung, Stichproben­beziehung, Daten­erhebung, Gewichtung

forsa.
Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH

Studienplanung, Daten­analyse und Bericht­erstattung

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln
Referat 2-25 - Forschung, Qualitätssicherung
Boris Orth


minus Zusammenfassung

Die Drogenaffinitätsstudie ist eine regelmäßig wiederholte Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Schwerpunkte der Studie sind das Rauchverhalten, der Alkoholkonsum und der Konsum illegaler Drogen der 12- bis 25-jährigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Ein weiteres Thema und Gegenstand des vorliegenden Teilbandes ist die Nutzung von Computerspielen und des Internets sowie die Verbreitung computerspiel- und internetbezogener Störungen. Die Verbreitung computerspiel- und internetbezogener Störungen war erstmals im Jahr 2011 und ein zweites Mal im Jahr 2015 Gegenstand der Drogenaffinitätsstudie. Das ermöglicht zu untersuchen, ob und wie sich in Deutschland die Belastung durch Computerspielen und Internetnutzung bei 12- bis 25-Jährigen im Zeitraum 2011 bis 2015 verändert hat.

In der Studie des Jahres 2015 wurde eine für Deutschland repräsentative Stichprobe von 7.004 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 25 Jahren mit computergestützten Telefoninterviews (CATI) befragt. Gegenüber der letzten Drogenaffinitätsstudie wurden in der aktuellen Studie zwei methodische Neuerungen vorgenommen. Zum einen wurde bei der Gewichtung der Daten auch die Bildung der Befragten berücksichtigt. Zum anderen wurde die Stichprobe nicht mehr ausschließlich über Festnetztelefonnummern sondern auch über Mobiltelefonnummern gewonnen und über Festnetz- und Mobiltelefon befragt (Dual-Frame-Ansatz).

Die Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie 2015 zeigen, dass nahezu alle 12- bis 17-jährigen Jugendlichen und 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen das Internet privat nutzen. Am häufigsten wird das Internet zur Kommunikation genutzt. Es folgen die Unterhaltungs- und Informationsangebote des Internets sowie das Spielen von Computerspielen. 12- bis 17-Jährige nutzen Computerspiele und das Internet durchschnittlich rund 22 Stunden und 18- bis 25-Jährige durchschnittlich rund 21 Stunden pro Woche. Auf Grundlage der „Compulsive Internet Use Scale“ (CIUS) ist bei 5,8 % der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen und 2,8 % der 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen von einer computerspiel- oder internetbezogenen Störung auszugehen. In der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen sind die weiblichen Jugendlichen (7,1 %) stärker betroffen als die männlichen Jugendlichen (4,5 %).

Im Vergleich zur Drogenaffinitätsstudie 2011 hat die Verbreitung computerspiel- und internetbezogener Störungen bei männlichen und weiblichen 12- bis 17-jährigen Jugendlichen zugenommen. Außerdem ist der Anteil der Jugendlichen mit einer problematischen Computerspiel- oder Internetnutzung angestiegen. Bei den 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen hat sich die Verbreitung computerspiel- und internetbezogener Störungen gegenüber 2011 zwar nicht verändert. Aber es ist eine Zunahme der problematischen Computerspiel- oder Internetnutzung zu beobachten.

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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.