Die BZgA

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Kooperationen

Die BZgA führt viele Projekte und Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung gemeinsam mit anderen Institutionen und Verbänden durch. Als nationale Plattform fördert die BZgA die Konsens- und Kooperationsbildung für die praktische Umsetzung präventionsbezogener nationaler Gesundheitsziele. Sie trägt zur Transparenz und Qualitätssicherung bei und agiert als Referenzzentrum für die Entwicklung einer evidenzbasierten Prävention und Gesundheitsförderung.

Die Funktion als Plattform für Prävention und Gesundheitsförderung wird durch die BZgA-Gremien erfüllt. Fachübergreifende Steuerungs- und Beratungsgremien sowie fachbezogene Bund-Länder-Gremien fördern die nationale Zusammenarbeit in der Prävention. Zudem ist die BZgA Mitglied in Gremien mit nationalen Aufgaben und bringt hier ihre Expertise ein. Für die operative Arbeit von besonderer Bedeutung ist die Kooperation in konkreten Kampagnen und Programmen.

Gesundheitsförderung und Prävention werden von der BZgA als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet. Sie arbeitet mit vielen Partnern zusammen, um zielgruppenspezifisch und bevölkerungsweit wirksam zu sein. Beispielhaft sind hier aufgeführt:


Qualitätssicherung in der Prävention (QIP)

Eine Kooperation zwischen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE)

QIP ist ein Projekt, das in enger Kooperation mit dem Institut und der Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist die Entwicklung, Erprobung und Implementierung eines Verfahrens, mit dem die Qualität der Gesundheitsförderung und Prävention kontinuierlich unterstützt und weiterentwickelt werden kann. Es berücksichtigt, dass der Erfolg von Prävention abhängig ist von:

  • den eingesetzten präventiven Programmen und Einzelmaßnahmen
  • den in der Prävention tätigen Einrichtungen, die die Infrastruktur zur Umsetzung präventiver Gesundheitsziele bilden und
  • den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen der Prävention (zum Beispiel: prioritäre Themen, finanziellen Möglichkeiten).

Das entwickelte Qualitätssicherungsverfahren ist deshalb als Informationssystem konzipiert und umfasst drei Hauptschritte:

  • Dokumentation: Informationssammlung zu zentralen Qualitätsmerkmalen von Präventionsaktivitäten (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität)
  • Begutachtung: Qualitätsbewertung der dokumentierten Informationen durch unabhängige Peer-Reviewer sowie eine wissenschaftliche Auswertung von anonymisierten Dokumentationsdaten
  • Rückkopplung: Rückmeldung von Ergebnissen der Begutachtung an die beteiligten Einrichtungen und von Resultaten der vergleichenden wissenschaftlichen Auswertungen an alle beteiligten Präventionsinstitutionen und die Politik.


Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten

Ein Verbundprojekt von Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Bundes- und Landesvereinigungen für Gesundheit, Krankenkassen und Ärzten, Wohlfahrtsverbänden und weiteren Partnerorganisationen

Der bundesweite Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ ist ein gelungenes Beispiel einer breiten Vernetzung für eine soziallagenbezogene Gesundheitsförderung. Der Kooperationsverbund wurde 2003 von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung initiiert und seitdem maßgeblich gefördert.

Inzwischen sind 53 Partnerorganisationen, angefangen von allen Spitzenverbänden der Krankenkassen und Wohlfahrtsverbänden über mehrere Länderministerien, allen Landesvereinigungen für Gesundheit, sowie Bundesverbände der Ärzteschaft und wissenschaftliche Zentren, bis zum Deutschen Städtetag und der Bundesagentur für Arbeit und weiteren Institutionen und Verbänden, im Kooperationsverbund vertreten. Ein Arbeitskreis von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie Akteurinnen und Akteure aus dem Gesundheitsförderungs- und Wohlfahrtsbereich begleitet die Arbeit des Kooperationsverbundes.

Das zentrale Ziel ist die Stärkung und Verbreitung guter Praxis in Projekten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten.

Hierzu wurde im Auftrag der BZgA durch die Landesvereinigung Gesundheit Berlin eine bundesweite Erhebung von Projekten und Maßnahmen mit mehr als 10.000 Aussendungen an Institutionen und Verbände aus dem Gesundheits- und Sozialbereich auf Bundes-, Landes- und Kreisebene durchgeführt. Derzeit sind ca. 2.000 Maßnahmen auf der Internet-Plattform www.gesundheitliche-chancengleichheit.de recherchierbar. Hier finden sich weitere aktuelle Informationen, Veranstaltungshinweise und Forschungsergebnisse zum Themenbereich.

Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Auswahl und Präsentation von Beispielen guter Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung. Die Beispiele sollen zur Nachahmung motivieren und damit den Prozess der Qualitätsverbesserung unterstützen. Hierzu hat der beratende Arbeitskreis Kriterien guter Praxis entwickelt, die Grundlage eines Auswahlprozesses in Zusammenarbeit mit Partnern in den Bundesländern sind. Weitere Informationen zum Good Practice-Prozess finden sich auf der Website www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/:good-practice und in der Veröffentlichung aus der Fachheftreihe „Gesundheitsförderung konkret“ der BZgA, Bd.5: „Kriterien guter Praxis in der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten, Ansatz - Beispiele - Weiterführende Informationen“ (4. aktualisierte und erweiterte Auflage 2009).

Um die Vernetzung auf Ebene der Bundesländer zu unterstützen, wurden Regionale Knoten aufgebaut, die in allen 16 Bundesländern arbeiten. Diese knüpfen mit ihrer Arbeit an landesbezogene Strukturen an (z.B. Landesgesundheitskonferenzen) oder bauen neue Arbeitskreise mit Landes- und kommunalen Akteuren auf, um den Austausch zwischen den Akteuren zu verbessern und Good Practice-Projekte zu identifizieren, zu fördern und zu verbreiten. Sie verwenden hierzu die im beratenden Arbeitskreis der BZgA entwickelten Kriterien guter Praxis und das konsentierte Auswahlverfahren. Ziel der Arbeit ist, Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten einen größeren Stellenwert in der Praxis von Maßnahmenanbietern, aber auch bei der künftigen Ausgestaltung des Gesundheitswesens zu verschaffen. Die Qualität der Projekte und Maßnahmen wird partizipativ mit den Projektträgern weiterentwickelt. Förderungswürdigkeit wird geprüft. Informationen zu den Arbeitsinhalten der Regionalen Knoten finden sich unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/:regionale-knoten.


Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG e.V.)

Die DGPFG e.V. und die BZgA haben 2002 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen und treten beide für einen ganzheitlichen Ansatz in der Gesundheitsförderung und Medizin ein, wonach Körper und Seele als eine Einheit unter Berücksichtigung ihres Zusammenwirkens mit der Umwelt betrachtet werden. Die Kooperation ermöglicht und optimiert eine fachliche Zusammenarbeit zwischen der DGPFG und der BZgA in den Bereichen Sexualaufklärung und Familienplanung.

Ziel der Zusammenarbeit ist:

  • die Förderung des ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses und der Psychosomatik in der Gesundheitsförderung und Prävention, insbesondere in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
  • die fachliche Absicherung gynäkologischer und geburtshilflicher Themen in der Sexualaufklärung und Familienplanung.

Gemeinsame Veröffentlichungen:

  • Forum 1/2 - 2003: Alter und Sexualität
  • Forum 1 - 2005: Geburtshilfe und Geburtsmedizin
  • ÄrztInnen-Info: Expertinnen in eigener Sache - Mädchen bei der Frauenärztin/dem Frauenarzt, September 2005


Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD)

Das Bundesministerium für Gesundheit benannte nach Gründung der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) im Jahr 1993 die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und das Institut für Therapieforschung (IFT) als Knotenpunkte im Rahmen des REITOX Netzwerks der EBDD (Réseau Européen d’Information sur les Drogues et lex Toxicomanies). Diese drei Institutionen bilden seither die Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) und decken die unterschiedlichen Bereiche des Themas Sucht und Drogen (illegale Suchtstoffe) ab:

  • die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) schwerpunktmäßig für den Bereich Prävention
  • die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) schwerpunktmäßig für den Bereich Therapie
  • das Institut für Therapieforschung (IFT) schwerpunktmäßig für den Bereich Epidemiologie sowie für die Koordination.

Die BZgA ist primär für den Bereich Prävention zuständig und koordiniert das Best-practice-Portal EDDRA (Exchange on Drug Demand Reduction Action) stellvertretend für die DBDD.

Eine der wesentlichen Aufgaben von BZgA, IFT und DHS als DBDD besteht in der jährlichen Berichterstattung zur Drogensituation in Deutschland an die EBDD: Der Jahresbericht des nationalen REITOX-Knotenpunktes gibt einen Überblick über die aktuellen Trends und Aktivitäten im Bereich der illegalen Drogen in Deutschland.

Bericht 2012 des nationalen REITOX-Knotenpunkts an die EBDD (PDF)

Frühere Berichte der DBDD finden Sie hier.

Mittels des elektronischen Erfassungssystems EDDRA werden im Internet detaillierte Informationen über Aktivitäten zur Reduzierung der Drogennachfrage aus ganz Europa zur Verfügung gestellt. Nationale EDDRA-Manager organisieren diese Arbeit. In Deutschland führt die BZgA diese Tätigkeit als Teil ihrer Verantwortlichkeiten in der DBDD durch (Diana Hammes, diana.hammes[at]bzga.de).
Ziel der Datenbank ist es, Beispiele guter und evaluierter Praxis (sogenannte Best-practices) aus den Bereichen Prävention, Behandlung, Minimierung drogenbedingter Schäden und Interventionen im Justizbereich zentral verfügbar zu machen. Ein Beispiel für ein Projekt aus Deutschland, welches in der EDDRA-Datenbank verzeichnet ist:

"Quit the Shit" - Cannabis-Entwöhnungsprogramm des Internetportals www.drugcom.de

>> zur EDDRA-Seite des Projekts (englisch)

>> zur "Quit the Shit" - Homepage


Neue Version 3.0 des Dokumentationssystems der Suchtvorbeugung in Deutschland Dot.sys - Bundesweite Dokumentation der Tätigkeiten von Fachkräften der Suchtprävention in Online-Datenbank www.dotsys-online.de

Mit dem Dokumentationssystem zur Suchtprävention Dot.sys werden Maßnahmen der Suchtvorbeugung in allen Bundesländern einheitlich erfasst. Dot.sys wurde auf Initiative der LandeskoordinatorInnen der Suchtvorbeugung von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Zusammenarbeit mit ihnen und der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) entwickelt.

Die zwei Module des ursprünglichen Dot.sys-Systems (das Eingabe- und Auswertungsmodul) wurden im Jahr 2011 in ein einheitliches System integriert. So können in einer Anwendung die Maßnahmen sowohl dokumentiert als auch ausgewertet werden. Die neue Version Dot.sys 3.0 bietet als grundlegend neue Funktion umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten (Excel, SPSS).

Das Dokumentationssystem kann sowohl als Offline-Version auf dem Computer unter dem Betriebssystem Microsoft Windows (ab Version Windows 2000) oder als Online-Datenbank in einem Internetbrowser verwendet werden.

Für inhaltliche Fragen wenden Sie sich bitte an Diana Hammes unter diana.hammes@bzga.de
Für technische Fragen wenden Sie sich bitte an support-dotsysonline@bzga.de

zur Online-Version Dot.sys 3.0
download Dot.sys 3.0 Offline Tool

Dot.sys Dokumentationsbericht suchtpräventiver Maßnahmen in Deutschland 2009

Im Jahr 2009 haben sich insgesamt 472 Fachkräfte in 338 Einrichtungen an der Datenerhebung mit Dot.sys beteiligt. Mit 34.031 dokumentierten Maßnahmen hat sich der Datenumfang gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht erhöht. Hinsichtlich der Zielebene der erfassten Aktivitäten ist erstmals eine Gleichverteilung zwischen Maßnahmen für Endadressat/-innen und Multiplikator/-innen zu beobachten.

Ein gegenüber zurückliegenden Jahren zunehmender Anteil der Maßnahmen zielt auf die Vermittlung zu spezifischen Suchtmitteln. Mit Abstand am häufigsten wird dabei die Substanz Alkohol (79% aller substanzspezifischen Maßnahmen) thematisiert.

download "Dokumentation suchtpräventiver Maßnahmen in Deutschland 2009" (PDF)


Die nachfolgendenden Organisationen sind  Kooperationspartner in Themenbereichen, die zu den Aufgabenschwerpunkten der BZgA gehören:

Internetangebote

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Die BZgA im Internet - ein Überblick  

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E-Mail:
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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.